Wie steht es mit Pferdewetten?

Die Pferderennen haben das Wetten wieder salonfähig gemacht. Begonnen hat das Wetten zwar schon im alten Olympia und auch die Römer erlagen nur allzu oft dem Reiz des Wetten, doch es folgte später eine lange Epoche, in der das Wetten verpönt war. Religion und Kirche bestimmten Gut und Böse. Das Wetten bei Sportveranstaltungen erfolgte meist in kleinen Zirkeln und musste geheim gehalten werden, doch irgendwann lockerte die Gesellschaft wieder auf und befreite sich von dem moralischen Deckmantel. Wetten bei Pferderennen waren die ersten, die wieder legal platziert werden durften. Für viele Insider sind es auch die Pferdewetten, die den Pferdesport überhaupt erst so populär gemacht haben.

Die Tradition wurde bewahrt

Trotz aller technischen Möglichkeiten, die das Internet bietet, sind die Wetten vor Ort, an der Rennstrecke, noch immer sehr beliebt. Sie laufen anders ab als die im Netz, und genau dies macht für viele den Reiz aus. Wer an der Rennstrecke seine Wette beim Buchmacher abgibt, erfährt erstmal gar nicht, wie die Quoten aussehen. Man wählt Pferd und Reiter und muss sich dabei vollkommen auf sein Gespür und seine Analysen verlassen. Denn anders als bei Fußballwetten, bei denen man aufgrund statistischer Werte aufgezeigt bekommt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Sieges für Team A oder Team B ist, erfährt man bei den Pferderennen die Quoten erst nach Annahmeschluss aller Wetten.

Die Quote, die mir sagt, wie hoch mein möglicher Gewinn ist, ergibt sich nicht aus der Rennhistorie von Pferd und Reiter, sondern nur aus den gesetzten Beträgen. Wenn alle Wetten platziert sind, gibt der Buchmacher bekannt, wie viel auf welches Pferd gesetzt worden ist. Dem Pferd, das die meisten Gelder auf sich vereinen konnte, wird die höchste Gewinnchance zugeschrieben und damit die geringste Quote. Es passiert somit durchaus häufig, dass das Pferd in der besten Tagesverfassung als Außenseiter ins Rennen geht. An der Rennstrecke wird mit ganz viel Psychologie, Mutmaßungen und Annahmen gewettet. Gerüchte spielen auch eine gewichtige Rolle und genau dieses Schauspiel lieben die Fans an den Wetten vor Ort.

Im Netz werden die Quoten aufgrund von Wahrscheinlichkeiten gesetzt

Dies macht den größten Unterschied zwischen beiden Formen aus. Die Buchmacher, die im Internet Pferdewetten anbieten, vergeben die Quoten aufgrund ihrer Datenbank-Analysen. Damit liegen sie meist näher an der Wahrheit als die Gefühlsmenschen an der Rennstrecke. Doch beim Wetten geht es ja bekanntlich um viel mehr als den schnöden Gewinn. Darum darf davon ausgegangen werden, dass es die Wetten an der Rennstrecke noch lange geben wird.

Sind Pferdewetten denn nun empfehlenswert?

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Variationen, die das Wetten sehr unterhaltsam und abwechslungsreich gestalten können. Langeweile kommt damit garantiert keine auf. Empfehlenswert sind sie vor allem für diejenigen, die dem Pferdesport in irgendeiner Form nahe stehen. Ohne jedwede Affinität hält sich der Reiz sicherlich in Grenzen. Doch es sei jedem, der das Wetten im Allgemeinen liebt, empfohlen, einmal sonntags zu einem Pferderennen zu gehen.

Es muss ja nicht direkt dazu führen, dass man am Ende des Tages selbst auf ein Pferd steigen möchte, aber die Atmosphäre bei solch einem Rennen ist atemberaubend. Die Rennen sind schnell und die Pferde und ihre Reiter ringen in spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg. Adrenalin pur. Dies überträgt sich blitzschnell auf die Zuschauer und hier mit einer Wette dabei zu sein, ist etwas ganz Großes.