Andere Länder, andere Sitten

Beim Wetten im Internet zeigen sich sehr schnell die länderspezifischen Unterschiede und Vorlieben, teilweise sogar sehr drastisch. Es kommt immer wieder vor, dass manche Veranstaltungen in einigen Ländern zum Volkssport gehören, während sie in anderen Ländern streng verboten sind. Dafür brauchen wir nicht weit zu reisen, denn auch innerhalb Europas gibt es große Unterschiede. Auf diese Unterschiede und die damit zusammenhängende Vielfalt wollen wir in unserem heutigen Beitrag einmal näher eingehen.

Spanisches Kulturgut löst in Nord-Europa Entsetzen aus

Der Stierkampf ist aus Spanien nicht wegzudenken, und die Iberer lassen es sich auch von niemandem nehmen, ihn auszutragen. Selbst die EU ist davor eingeknickt und duldet mit Zähneknirschen die spanische Tradition. Was viele gar nicht wissen: Die Huldigung und das Opfern eines Stieres ist auch Teil unserer Kultur. Denn schon vor Jahrtausenden wurden den Göttern die Stiere geopfert, um sie milde und gütig zu stimmen. Auch in der Bibel, besonders im Alten Testament, tauchen immer wieder Opfergaben in Form von Stieren auf.

Sind Stierkampf-Wetten in Deutschland legal?

Eine sehr schwierige Frage, die man rein rechtlich betrachtet natürlich mit einem Nein beantworten muss. Doch boomt das Wetten auf Stierkämpfe in Spanien, und auch in Deutschland interessieren sich viele für diese Tradition, da sie etwas Archaisches hat. Der Kampf des Menschen gegen die Ur-Gewalt eines wilden Stieres löst eine Faszination aus, an der sich so manch einer in Form einer Wette beteiligen möchte.

Wer in Spanien Urlaub macht und dort live an einem Stierkampf teilnimmt, der kann natürlich vor Ort bei einem Buchmacher eine Wette platzieren. Dies ist legal und bei Touristen sehr beliebt. Wirklich schwierig wird es für diejenigen, die von Deutschland aus wetten möchten. Dies geht nur über spanische Anbieter, die ihre Wett-Portale auch nur in spanischer Sprache anbieten. Es bleibt dennoch rein rechtlich ein schwieriges Unterfangen und wir würden es unseren Lesern auch abraten.

Auch in Asien geht es beim Wetten oft tierisch zu

Was in Europa, inklusive Spanien, schon seit Jahrzehnten verboten ist, wird in asiatischen Ländern immer noch praktiziert. Hier sind es statt der Stierkämpfe die Hahnen- und Hundekämpfe, auf die gewettet wird. In Malaysia gibt es zum Beispiel einen eigenen Fernsehkanal, der den ganzen Tag Hahnenkämpfe überträgt, inklusive einer Vielzahl von Wettmöglichkeiten. Dies kommt einem als Nord-Europäer erst einmal sehr befremdlich vor, doch für die lokale Bevölkerung gehört es zum Leben wie bei uns der König Fußball.

Fußballwetten gewinnen in Asien an Popularität

Aufgrund der vielen Werbereisen der europäischen Top-Clubs wird der Fußball in Süd-Ost-Asien ein Stück weit populärer. Es sind hier auch immer mehr Menschen, besonders Kinder, in den Fußball-Trikots europäischer Spitzenvereine zu sehen. Hier ist viel passiert während der letzten zehn Jahre und dies merken natürlich auch die Buchmacher. Mit dem steigenden Interesse an der europäischen Sportart Nummer eins werden auch mehr Wetten platziert.

Es ist vielleicht sogar möglich, dass der Fußball es schafft, hier etwas für den Tierschutz zu tun. Wenn sich die Menschen mehr für Ronaldo und seine Kollegen interessieren, statt für den Hundekampf in der Nachbarschaft, dann entwickeln sich die Dinge auch hier in die richtige Richtung. Das Gute am Fußball sind die ausgeklügelten Wett-Möglichkeiten. Hier kann auf so abwechslungsreiche Art und Weise gewettet werden, da kann kein Tierkampf mithalten.